Ein Wochenende an den Felsen der Eifel
Das Wetter war mal wieder grandios – was also tun? Ganz klar – raus an den Fels!
Sonntag – ein Tag in Ettringen
Nachdem Klettertag letzte Woche in Visé war heute mal wieder Ettringen das Ziel der Wahl. Schon früh am morgen ging es in Aachen los, damit wir noch vor der großen Hitze ein paar Routen an der “Großen Wand” machen konnten.
In Ettringen angekommen ist es noch recht frisch und schattig am Wandfuß, aber eigentlich beste Bedingungen.
Nach ein paar Routen zum warm werden wird es Im “Amerikanischen Traum” langsam richtig heiß und wir ziehen um in die “Hölle”. Hier ist es wie immer angenehm kühl, so dass wir hier den Nachmittag verbringen. Hier machen wir noch ein paar gemütliche Routen und am späten Nachmittag ziehen wir wieder in Richtung “Große Wand” um zum Abschluss noch den “Geierwally” zu klettern. Der Einstieg liegt mittlerweile im Schatten und aus dem Riß weht ein kühler Lufthauch. Ein angenehmer Start, aber dafür wird es im oberen, sonnigen Teil der Route hart – auf den letzten Metern zum Umlenker verbrennt man sich fast die Finger am Fels.
Also nochmal Zähne zusammenbeißen und beherzt die letzten Züge machen, umbauen und wieder ablassen in den Schatten.
Unten angekommen heißt es dann schon wieder die Ausrüstung einpacken und zurück nach Aachen.
Alles in allem ein schöner und entspannter Klettertag mit leichten Routen.
Montag – bouldern im Sandstein der Südeifel
Für heute steht mal ein ganz neues Ziel auf dem Plan – Kordel. Im Gegensatz zu gestern sind wir spät dran, es ist fast schon Mittag als die Crashpads ins Auto fliegen und wir in Richtung Süden aufbrechen.
In Kordel angekommen packen wir die Crashpads auf den Rücken und los geht`s – mal schauen was der Fels so zu bieten hat. Auf dem Weg schauen wir in sehr viele verwunderte Gesichter – scheint so, als ob hier nicht so wirklich oft Leute zum bouldern vorbeikommen.
Nur wenige sprechen uns direkt an und fragen, was das denn für Dinger auf unseren Rücken sind. Und beim Versuch zu erklären was denn ein Crashpad ist werden wir mit einer interessanten Idee überrascht – nämlich ob wir die Dinger dann zum klettern auf dem Rücken haben und dann wie ein Käfer aus der Wand fallen müssen um weich auf dem Rücken zu landen - einfach großartig diese Vorstellung!
Der Zustieg zur Geyersley wird nicht so ganz leicht, was vielleicht auch daran liegt, dass wir uns nicht an den normalen Weg halten und stattdessen mehr durch Gestrüpp laufen. Nachdem wir also oben angekommen sind und die großartige Aussicht über das Kylltal genießen, sind wir schon dreckig und die Beine sind von den Dornen und Brennesseln auch ganz schön lädiert.
Nach einer kurzen Pause legen wir dann los. Die Blöcke hier oben versprechen ein paar nette Boulder und so breiten wir die Crashpads aus und klettern nach und nach sämtliche Blöcke ab. Wir sehen uns darin bestätigt, dass hier nicht viele Boulderer vorbeikommen, der Fels ist recht dreckig und so ist bei allen Bouldern erstmal putzen angesagt.
Aber es lohnt sich und vermutlich sind auch ein paar Erstbegehungen dabei.
Nach den ersten eher leichten Bouldern ziehen wir zu einem Block weiter, von dem es eine Topo mit ein paar Bouldern gibt.
Großartig – bouldern mit Aussicht auf das Kylltal!
Nach einigen Versuchen an den Bouldern hier sind sie Finger durch – leider gelingen nicht alle - aber zumindest eine 6b, den “Crashpad Killer” können wir erfolgreich abhaken. Der rauhe Sandstein hinterlässt halt doch deutliche Spuren an den Fingerkuppen.
Beim Rückweg entscheiden wir uns dann zur Abwechslung mal für den normalen Weg und schauen uns noch ein paar weitere Felsen an. Insgesamt gibt es hier doch noch einiges an Potenzial zum Bouldern, aber halt immer mit viel putzen verbunden.
Wir werden sehen wann wir wieder da sind!















