Testbericht “Blue Ice Octopus”
Erster Eindruck
Beim Blue Ice Octopus handelt es sich um einen Rucksack zum Klettern. Der Rucksack macht auf den ersten Blick einen sauber verarbeiteten Eindruck aus hochwertigen Materialien und fühlt sich sehr robust an.
Ausstattung
Der 1010g schwere Rucksack ist aus 500 Denier Cordura gefertigt, welches für eine sehr kräftige Haptik sorgt.
Der Rucksack besteht aus zwei seperaten Fächern, einem recht großen Deckelfach und dem großen Hauptfach für Seil und anderes Klettermaterial. Im Hauptfach gibt es noch eine breite Schubtasche aus Netzgewebe, welche hervorragend für Topos und Karten geeignet ist. Außerdem gibt es im Hauptfach noch zwei breite Materialschlaufen um Ordnung bei der Ausrüstung zu schaffen. Für das Seil ist eine herausnehmbahre Tasche dabei. Diese verfügt zwei große Trageschlaufen, sowie zwei kleine Schlaufen, an denen ein Seilende befestigt werden kann. Die Tasche bietet ausreichend Platz für lange Seile und verhindert, dass das Seil in den Dreck gelegt werden muss.
Zum Öffnen des Hauptfachs lässt sich das Rückenteil aufklappen, nachdem man den um drei Seiten laufenden YKK-Reissverschluss geöffnet hat.
Das Tragesytem des Rucksacks besteht aus zwei breiten, gepolsterten Schultergurten, einem schmalen Brustgurt mit integrierter Signalpfeife und einem gut gepolstertem Rückenteil.
Praxistest
Direkt beim ersten Einsatz am Fels konnte der Rucksack überzeugen. Neben einem 60m-Einfachseil war genug Platz vorhanden um noch einen Satz Klemmkeile und Friends, Expressen, Helm, Schuhe, Gurt, Jacke und Verpflegung für einen langen Klettertag aufzunehmen.
Trotz ordentlicher Beladung ist der Rucksack sehr angenehm zu tragen, auch wenn der Zustieg mal ein paar Meter weiter ist.
Ein großer Vorteil gegenüber anderen vergleichbaren Seilrucksäcken hat sich am Fels dann auch schnell gezeigt – während man die meisten anderen Rucksäcke auf das Rückenteil legen muss um sie zu öffnen, wird der “Blue Ice Octopus” mit der Front auf den Boden gelegt und dann das Rückenteil geöffnet. So wird dieses nicht dreckig und man kann den Rucksack später wieder gedankenlos aufsetzen.
Das Material des Rucksacks ist außerdem leicht Wasserabweisend und bei leichtem Nieselregen perlt das Wasser vom Rucksack ab, so dass das innere trocken bleibt.
Auch der herausnehmbare Seilsack ist sehr praktisch, so muss man nicht ständig den gesamten Rucksack mitsamt dem restlichen Material zwischen den einzelnen Routen hin- und hertragen und außerdem wird das Seil nicht schon am Wandfuss schmutzig.
Auch beim Einsatz in der Halle hat sich der Rucksack als sehr praktisch erwiesen. Man braucht natürlich weit weniger Material, dafür hat man alles übersichtlich sortiert was man für einen Trainingstag so braucht.

























