Testbericht „Prana Tomcat Zip Hoody“

Veröffentlicht in Tests mit den Tags , , am 30. November 2011 von mrsunrise

Erster Eindruck

Der Hoody wirkt auf den ersten Blick sauber und hochwertig verarbeitet und man sieht ihm direkt seinen Einsatzzweck an – er ist für die richtig kalten Tage im Alltag gedacht. Er hat einen recht robusten Griff auf der Außenseite und durch das weiche Futter ist er sehr gemütlich und warm. Eine gefütterte Kapuze und die beiden großen Taschen sorgen zudem für warme Hände und Ohren und damit das gewisse Extra an Gemütlichkeit.

Details

Der „Tomcat Hoody“ ist aus einem Baumwoll-Polyester-Gewebe hergestellt, welches recht grob strukturiert ist und dadurch einen robusten Griff hat. Der Hoody ist komplett, also auch die Kapuze, mit einem weichen Futter aus einem Fleece versehen. Die Kapuze lässt sich mit einem einfachen Kordelzug in der Weite verstellen. Der Hoody hat außerdem zwei große, aufgesetzte Taschen, welche ebenfalls mit Fleece gefüttert sind. Der Reissverschluss wird im geschlossenen Zustand von zwei Stoffwülsten abgedeckt.

Auf der Rückseite des Hoody befindet sich ein dezent gehaltener„Prana“ Schriftzug.

Der Hoody im Einsatz

Der erste wirklich frostige Herbstmorgen war ideal um den Hoody testen zu können. Durch das Fleecefutter ist er unglaublich bequem und warm – man hat fast das Gefühl ein dickes Fell über zu ziehen. Die gefütterte Kapuze eignet sich dabei hervorragend, um die Mütze zu ersetzen und man muss sich keine Gedanken über kalte Ohren machen.

Auch nach dem Training, wenn man sich warm einpacken will gibt der Hoody ein super Bild ab.

Dabei ist die Kombination mit einer dünnen Softshelljacke aber ganz hilfreich, da der Hoody keinen hohen Kragen hat und bei ein wenig Wind kühlt man ohne zusätzliche Schicht doch recht schnell aus.

Nur am Fels hab ich ihn bisher noch nicht wirklich getestet, aber auch da wird er seinen Zweck erfüllen – warm halten.

Fazit

Der „Tomcat Hoody“ von Prana ist ein schöner warmer Pullover, der vor allem für den Alltag gedacht ist. Aber auch am Fels ist er nicht verkehrt, wenn man für die Kletterpausen oder beim sichern ein wirklich warmes Teil anziehen will. Dabei fehlt mir persönlich aber eigentlich ein hoher Kragen, wodurch es am Hals dann schon mal etwas zugig und kühl werden kann und man doch wieder eine zusätzliche Jacke braucht. In Kombination mit einer dünnen Jacke darüber hat man allerdings eine richtig warme Zwischenschicht und kann sich Dank der gefütterten Kapuze die Mütze sparen.

Testbericht – „Edelrid Zap-O-Mat“

Veröffentlicht in Tests mit den Tags , , , am 5. Oktober 2011 von mrsunrise

Erster Eindruck

Der „Zap-O-Mat“ erinnert auf den ersten Blick ein wenig an das „Smart“ von Mammut. Trotz des großen Kunststoffhebels wirkt das Sicherungsgerät sehr robust und liegt auch entsprechend schwer in der Hand.

Zap-O-Mat

Zap-O-Mat

Ein paar Daten und Fakten

Der „Zap-O-Mat“ von Edelrid ist ein halbautomatisches Sicherungsgerät auf Tuberbasis. Mit 158g ist er recht schwer – vergleichbar mit dem Grigri von der Firma Petzl. Das Sicherungsgerät ist für Seile zwischen 8,9mm und 10,5mm Durchmesser geeignet.

Sehr interessant ist dabei die Möglichkeit, den Blockierwiderstand mittels Federvorspannung einzustellen und so das Sicherungsgerät optimal an den Seildurchmesser, oder an schwerere Kletterpartner anzupassen.

Beim „Zap-O-Mat“ wird der Karabiner zum verbinden mit dem Gurt nicht durch das Seil geführt und somit muss das Sicherungsgerät zum Seil einlegen nicht vom Gurt gelöst werden.

Der „Zap-O-Mat“ im Einsatz

Nachdem der „Zap-O-Mat“ an der Einbindeschlaufe vom Gurt hängt, entriegelt man ihn mit einem kleinen, seitlich angebrachten Knopf um das Seil in die Seilführung einzulegen. Dabei sind als Hilfe zwei kleine Symbole auf dem Gerät angebracht, welche uns zeigen, wie rum das Seil einzulegen ist. Auf dem schwarzen Metall sind diese jedoch meist nur schwer zu erkennen, so dass man wirklich schon sehr genau hinschauen muss.

Symbole im direkten Licht

geöffneter Zap-O-Mat zum Seil einlegen

Mit dem grünen Knopf am Ende des Hebels lässt sich jetzt noch der Blockierwiderstand einstellen. Schiebt man den Knopf in das Gerät hinein, steigt die Federvorspannung und das Gerät blockiert nicht ganz so schnell. So lässt sich dynamischer sichern und gerade bei dicken Seilen wird die gesamte Handhabung besser.

Sowohl beim sichern im Vorstieg als auch beim sichern im Toprope ist die Handhabung des „Zap-O-Mat“ genau wie bei einem Tuber, so dass man sich nicht großartig umstellen muss. Beim Seil einholen ist es jedoch etwas nervig, dass man häufiger mal mit der Hand am Griff hängen bleibt.

Zum Ablassen muss man ganz einfach den Hebel nach unten ziehen und dafür sorgen, dass das Seil durch die seitliche Kunststoffführung läuft. Das lässt sich jedoch leider nur sehr umständlich realisieren, so dass das Seil oft über scharfe Kanten des Metallkörpers läuft. Außerdem ist teilweise ein recht hoher Kraftaufwand zum ablassen erforderlich. Der Karabineranschlag, welcher verhindern soll, dass man den Hebel zu weit nach unten zieht ist zwar gut gedacht, funktioniert aber leider nicht mit allen Karabinern und sobald sich der Karabiner im Anseilpunkt etwas veschiebt, ist die Funktion leider auch meist aufgehoben.

Seilführung

Obwohl der „Zap-O-Mat“ für Seildurchmesser bis 10,5mm gedacht ist, ist die Handhabung mit neuen 10,2mm Hallenseilen schon recht umständlich. Mit dünneren Einfachseilen hingegen wird die Handhabung deutlich besser.

Fazit

Die Grundidee eines Halbautomaten auf Tuberbasis ist sehr gut und auch vielversprechend, leider ist die Umsetzung aber nicht so wie ich mir das gewünscht hätte. Der „Zap-O-Mat“ ist das bisher erste Sicherungsgerät, für welches ich einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen musste.

Eigentlich sollten gerade Sicherungsgeräte selbsterklärend sein. Außerdem ist vor allem die Handhabung mit etwas dickeren Seilen und das Ablassen recht umständlich und dadurch hat man trotz Halbautomat keine Vorteile bei der Sicherheit, so dass ich bei meinen altbewährten Sicherungsgeräten Grigri und Tuber bleibe.

Ein Wochenende an den Felsen der Eifel

Veröffentlicht in Uncategorized, Unterwegs mit den Tags , , , , am 4. Oktober 2011 von mrsunrise

Das Wetter war mal wieder grandios – was also tun? Ganz klar – raus an den Fels!

Sonntag – ein Tag in Ettringen

Nachdem Klettertag letzte Woche in Visé war heute mal wieder Ettringen das Ziel der Wahl. Schon früh am morgen ging es in Aachen los, damit wir noch vor der großen Hitze ein paar Routen an der „Großen Wand“ machen konnten.

In Ettringen angekommen ist es noch recht frisch und schattig am Wandfuß, aber eigentlich beste Bedingungen.

Nach ein paar Routen zum warm werden wird es Im „Amerikanischen Traum“ langsam richtig heiß und wir ziehen um in die „Hölle“.  Hier ist es wie immer angenehm kühl, so dass wir hier den Nachmittag verbringen. Hier machen wir noch ein paar gemütliche Routen und am späten Nachmittag ziehen wir wieder in Richtung „Große Wand“ um zum Abschluss noch den „Geierwally“ zu klettern. Der Einstieg liegt mittlerweile im Schatten und aus dem Riß weht ein kühler Lufthauch. Ein angenehmer Start, aber dafür wird es im oberen, sonnigen Teil der Route hart – auf den letzten Metern zum Umlenker verbrennt man sich fast die Finger am Fels.

Also nochmal Zähne zusammenbeißen und beherzt die letzten Züge machen, umbauen und wieder ablassen in den Schatten.

Unten angekommen heißt es dann schon wieder die Ausrüstung einpacken und zurück nach Aachen.

Alles in allem ein schöner und entspannter Klettertag mit leichten Routen.

Montag – bouldern im Sandstein der Südeifel

Für heute steht mal ein ganz neues Ziel auf dem Plan – Kordel. Im Gegensatz zu gestern sind wir spät dran, es ist fast schon Mittag als die Crashpads ins Auto fliegen und wir in Richtung Süden aufbrechen.

In Kordel angekommen packen wir die Crashpads auf den Rücken und los geht`s – mal schauen was der Fels so zu bieten hat. Auf dem Weg schauen wir in sehr viele verwunderte Gesichter – scheint so, als ob hier nicht so wirklich oft Leute zum bouldern vorbeikommen.

Nur wenige sprechen uns direkt an und fragen, was das denn für Dinger auf unseren Rücken sind. Und beim Versuch zu erklären was denn ein Crashpad ist werden wir mit einer interessanten Idee überrascht – nämlich ob wir die Dinger dann zum klettern auf dem Rücken haben und dann wie ein Käfer aus der Wand fallen müssen um weich auf dem Rücken zu landen -  einfach großartig diese Vorstellung!

Der Zustieg zur Geyersley wird nicht so ganz leicht, was vielleicht auch daran liegt, dass wir uns nicht an den normalen Weg halten und stattdessen mehr durch Gestrüpp laufen. Nachdem wir also oben angekommen sind und die großartige Aussicht über das Kylltal genießen, sind wir schon dreckig und die Beine sind von den Dornen und Brennesseln auch ganz schön lädiert.

Nach einer kurzen Pause legen wir dann los. Die Blöcke hier oben versprechen ein paar nette Boulder und so breiten wir die Crashpads aus und klettern nach und nach sämtliche Blöcke ab. Wir sehen uns darin bestätigt, dass hier nicht viele Boulderer vorbeikommen, der Fels ist recht dreckig und so ist bei allen Bouldern erstmal putzen angesagt.

Aber es lohnt sich und vermutlich sind auch ein paar Erstbegehungen dabei.

Nach den ersten eher leichten Bouldern ziehen wir zu einem Block weiter, von dem es eine Topo mit ein paar Bouldern gibt.

Großartig – bouldern mit Aussicht auf das Kylltal!

Nach einigen Versuchen an den Bouldern hier sind sie Finger durch – leider gelingen nicht alle -  aber zumindest eine 6b, den „Crashpad Killer“ können wir erfolgreich abhaken. Der rauhe Sandstein hinterlässt halt doch deutliche Spuren an den Fingerkuppen.

Die Geyerslay

Beim Rückweg entscheiden wir uns dann zur Abwechslung mal für den normalen Weg und schauen uns noch ein paar weitere Felsen an. Insgesamt gibt es hier doch noch einiges an Potenzial zum Bouldern, aber halt immer mit viel putzen verbunden.

Wir werden sehen wann wir wieder da sind!

Ein paar Tage im Wald der Wälder

Veröffentlicht in Unterwegs mit den Tags , am 22. September 2011 von mrsunrise

Tag 1 – Anreise

Endlich ist es soweit, der ganze Kram ist eingepackt und am späten Nachmittag geht es los, um diesen bisher noch weißen Flecken auf unserer persönlichen Kletterlandkarte zu beseitigen – auf nach Fontainebleau!

Am späten Abend erreichen wir den Campingplatz bei Milly-la-Forêt und nachdem das Zelt aufgestellt ist geht es schnell in die warmen Schlafsäcke.

Tag 2

Morgens geht es zuerst noch zum einkaufen in den Carrefour und dann nach einem ausgiebigen Frühstück mit leckeren Croissants und Baguette schnallen wir uns die Crashpads auf den Rücken und auf geht`s!

Nach einem kurzen Fussweg stehen wir an den ersten Blöcken des Sektors „Gorge aux Châts“. Der blaue Parcours fängt mit einem vermeintlich leichtem Boulder an, doch schon beim Start fragen wir uns beide – wie in aller Welt soll das hier denn bitte gehen?

Die ersten Boulder fallen noch sehr schwer – schon etwas gewöhnungsbedürftig der Sandstein und vor allem so griff- und trittlos!

Nach und nach wird es aber immer besser und wir ziehen von Boulder zu Boulder weiter und das alles in dieser unglaublichen Landschaft.

Zum Abend hin macht sich die Menge an Bouldern, obwohl sie sich von den Schwierigkeiten her im Rahmen halten, doch ganz gut bemerkbar und so packen wir unseren Kram und machen uns auf den Rückweg zum Campingplatz wo wir den ersten Tag mit einem luxuriösem Essen beenden.

Tag 3

Für heute haben wir den Parcours im Sektor „Châteauveau“ geplant. Leider hat sich Teresa gestern abend den Zeh aufgerissen und so fällt für sie das bouldern leider flach.

Der Parcours ist recht einfach aber sehr schön gemacht und man turnt von Block zu Block ohne großartig den Boden zu berühren. Leider brauchen wir eine Weile bis wir das System der Markierungen durchschaut haben, aber danach wird das ganze zu einer schönen Ausdauerkletterei und das Crashpad ist heute auch ziemlich überflüssig.

Nachdem ich den Parcours beendet habe versuche ich mich noch an ein paar schweren Einzelproblemen, wobei ich doch einiges an Haut meiner Fingerkuppen opfer und auch nur bedingt erfolgreich bin. Naja – auf Nichts stehen und sich an Nichts festhalten ist halt nicht ganz so einfach!

Tag 4

Als nächsten Sektor haben wir uns heute einen Parcours im „95.2″ vorgenommen. Leider sind die Markierungen des orangenen Parcours nicht besonders gut um es mal freundlich zu formulieren. So klettern wir einfach  die Boulder sowie sie zu finden sind. Aber immerhin sind einige schöne Probleme dabei und bei bestem Wetter macht das bouldern einfach nur Spaß  – auch wenn etwas kühlere Temperaturen dem Grip wohl ganz gut tun würden.

Nach dem orangenen Parcours ziehen wir in dem Sektor noch was weiter und machen noch ein paar Boulder des blauen Parcours. Dieser ist aber teils schon arg abgeklettert. Gerade die Quarziteinlagen der Blöcke sind meist spiegelglatt und steigern die Schwierigkeiten dann doch ganz gut.

Nach ein paar weiteren Bouldern und nachdem wir noch eine Weile in der Sonne gesessen haben machen wir uns wieder auf den Rückweg und zum Abschluss gönnen wir uns mal wieder reichlich Luxus vom Grill!

Tag 5

Der letzte Tag in Bleau – aber nachdem wir das Zelt wieder verpackt haben brechen wir nicht direkt nach Aachen auf, sondern steuern erst noch ein paar verschieden Gebiete an, um noch ein paar Boulder zu ziehen.

Den Start machen wir im „Cul de Chien“. Der große Klassiker in dem Gebiet – „Le Toit du Cul de Chien“ – klappt leider nicht ganz. Macht aber nichts, insgesamt ziehen wir aber doch ein paar schöne Boulder und machen uns danach noch auf den Weg zum Sektor „J.-A. Martin“. Hier machen wir noch einen Teil des orangenen Parcours und dann am späten Nachmittag lassen wir Fontainebleau hinter uns und machen uns auf den Rückweg nach Aachen.

Und eines steht auch schon fest – wir werden möglichst bald wieder hierher kommen in den Wald der Wälder!

Hier gibts alle Bilder vom Urlaub

Testbericht „Blue Ice Octopus“

Veröffentlicht in Tests mit den Tags , am 7. September 2011 von mrsunrise

Erster Eindruck

Beim Blue Ice Octopus handelt es sich um einen Rucksack zum Klettern. Der Rucksack macht auf den ersten Blick einen sauber verarbeiteten Eindruck aus hochwertigen Materialien und fühlt sich sehr robust an.

Ausstattung

Der 1010g schwere Rucksack ist aus 500 Denier Cordura gefertigt, welches für eine sehr kräftige Haptik sorgt.

Der Rucksack besteht aus zwei seperaten Fächern, einem recht großen Deckelfach und dem großen Hauptfach für Seil und anderes Klettermaterial. Im Hauptfach gibt es noch eine breite Schubtasche aus Netzgewebe, welche hervorragend für Topos und Karten geeignet ist. Außerdem gibt es im Hauptfach noch zwei breite Materialschlaufen um Ordnung bei der Ausrüstung zu schaffen. Für das Seil ist eine herausnehmbahre Tasche dabei. Diese verfügt zwei große Trageschlaufen, sowie zwei kleine Schlaufen, an denen ein Seilende befestigt werden kann. Die Tasche bietet ausreichend Platz für lange Seile und verhindert, dass das Seil in den Dreck gelegt werden muss.

Zum Öffnen des Hauptfachs lässt sich das Rückenteil aufklappen, nachdem man den um drei Seiten laufenden YKK-Reissverschluss geöffnet hat.

Das Tragesytem des Rucksacks besteht aus zwei breiten, gepolsterten Schultergurten, einem schmalen Brustgurt mit integrierter Signalpfeife und einem gut gepolstertem Rückenteil.

Praxistest

Direkt beim ersten Einsatz am Fels konnte der Rucksack überzeugen. Neben einem 60m-Einfachseil war genug Platz vorhanden um noch einen Satz Klemmkeile und Friends, Expressen, Helm, Schuhe, Gurt, Jacke und Verpflegung für einen langen Klettertag aufzunehmen.

Trotz ordentlicher Beladung ist der Rucksack sehr angenehm zu tragen, auch wenn der Zustieg mal ein paar Meter weiter ist.

Ein großer Vorteil gegenüber anderen vergleichbaren Seilrucksäcken hat sich am Fels dann auch schnell gezeigt – während man die meisten anderen Rucksäcke auf das Rückenteil legen muss um sie zu öffnen, wird der „Blue Ice Octopus“ mit der Front auf den Boden gelegt und dann das Rückenteil geöffnet. So wird dieses nicht dreckig und man kann den Rucksack später wieder gedankenlos aufsetzen.

Das Material des Rucksacks ist außerdem leicht Wasserabweisend und bei leichtem Nieselregen perlt das Wasser vom Rucksack ab, so dass das innere trocken bleibt.

Auch der herausnehmbare Seilsack ist sehr praktisch, so muss man nicht ständig den gesamten Rucksack mitsamt dem restlichen Material zwischen den einzelnen Routen hin- und hertragen und außerdem wird das Seil nicht schon am Wandfuss schmutzig.

Auch beim Einsatz in der Halle hat sich der Rucksack als sehr praktisch erwiesen. Man braucht natürlich weit weniger Material, dafür hat man alles übersichtlich sortiert was man für einen Trainingstag so braucht.

Im Reich der Risse

Veröffentlicht in Unterwegs mit den Tags , am 22. August 2011 von mrsunrise

Endlich ist mal wieder sommerliches Wetter angekündigt und ich habe Zeit. Zusammen mit Nils geht es nach Kottenheim, um ein paar gemütliche Routen am Basalt der Südeifel zu klettern.

Als wir in Kottenheim aus dem Wagen steigen fängt es leider prompt an leicht zu regnen – na toll, das geht ja gut los! Zum Glück ist das schnell wieder vorbei. Da wir jetzt einmal hier sind schauen wir uns natürlich auch den Fels an. Wir drehen eine kleine Runde durch die verschiedenen Sektoren und bleiben für den Anfang im Sektor „Norge“. Der Fels ist noch feucht und schmierig, was die kletterei nicht gerade einfach macht – bei jedem Schritt muss man schauen ob der Fuss auf den kleinen Tritten auch hält. Nachdem wir die „Howling Dog“ gemacht haben ziehen wir aber weiter, auf der Suche nach einem trockenen Sektor.

In der Arena werden wir dann auch fündig. Der Fels ist trocken und es gibt hier viele schöne Rissklettereien.  Bei dem schwülen Wetter heute und aufgrund der doch sehr ungewohnten Kletterei tue ich mich doch recht schwer. Bei der dritten Tour in diesem Sektor, der „Always Ultra“ sorge ich dann noch ungewollt für einen kurzen Schockmoment – eigentlich ist mein linker Arm gut im Riss verklemmt, so denke ich, doch dann während ich den vorletzten Haken klippen will hauts mich aus der Wand und nur wenig über dem Boden wird mein Flug gestoppt! Erstmal durchatmen – das war knapp!

Danach bringe ich die Tour aber doch noch gut nach oben und nach ein paar weiteren Touren haben wir genug für heute und bringen einen schönen gemütlichen Klettertag zuende.

Alles in allem ein super Tag – mittlerweile herscht auch schönster Sonnenschein – in einem sehr schönen Gebiet und der neu Seilrucksack hat sich schon am ersten Klettertag als sehr durchdacht gezeigt – mehr dazu gibt es in den nächsten Tagen in einem Testbericht dazu.

Beim nächsten mal ist es dann hoffentlich nicht ganz so drückend und die Risskletterei klappt auch besser.

Ein Wochenende zum bouldern

Veröffentlicht in Unterwegs mit den Tags , , am 17. Juli 2011 von mrsunrise

Samstag

Da es aufgrund von schlechtem Wetter leider nichts mit der Tour in die Schweiz geworden ist, musste eine Ersatzbeschäftigung her. Nach kurzem überlegen stand es dann fest – wir fahren raus zum bouldern.

Samstags ging es nach Glees, um an schönen Basaltblöcken ein paar nette Mooves zu machen. Auf dem Weg – ohne Wegbeschreibung und ohne Hilfe eines Navigationssystems war das nicht ganz einfach, dafür umso lustiger – mussten natürlich erst noch ein paar Crashpads („Das sind doch die Matratzen auf die man von Felsen springt“ – Zitat eines älteren Herren in Glees) besorgt werden ehe es losgehen konnte.

Alles in allem ein sehr schönes, lohnenswertes Gebiet zum bouldern an ruhig im Wald gelegenen, rauen Basaltblöcken.

Sonntag

Heute ging es dann nach Belgien in eine Grotte bei Verviers zum bouldern – „Rocher de Nasproué“. Ähnlich wie gestern sind wir mal wieder losgefahren, ohne so ganz genau zu wissen wo wir eigentlich hin müssen, aber nach einigem hin und her haben wir dann letztendlich doch zum Ziel gefunden.  Im Gegensatz zu gestern ist hier nichts mit senkrechter Kletterei, ein einziges großes Dach verspricht heute viel Spaß in der horizontalen!

Entsprechend knackig sind auch die Boulderprobleme – irgendwo zwischen 7a und 8a.

Wir versuchen uns an der „La lévitation“ (7a), was aber nach den anstrengenden letzten Tagen nicht so ganz einfach ist – Spaß haben wir aber dennoch – mehr als genug!

Testbericht „Patagonia – Men`s Simple Guide Jacket“

Veröffentlicht in Tests mit den Tags , am 14. Juli 2011 von mrsunrise

Der erste Eindruck

Der erste Eindruck dieser Softshelljacke von Patagonia ist sehr gut, erwartungsgemäß ist die Jacke sehr gut und sauber verarbeitet. Der Schnitt der Jacke ist sportlich,  aber nicht wie bei vielen anderen Softshelljacken mit verlängertem Rücken. Die Jacke ist eher dünn vom Material her und ist sehr angenehm zu tragen und kann auch problemlos über mehreren isolierenden Bekleidungsschichten getragen werden.



Details der Ausstattung

Die Jacke besitzt drei RV-Taschen, wovon zwei leider nicht hoch angesetzt sind und somit beim tragen eines Rucksacks leider unter dem Hüftgurt verschwinden. Die beiden Taschen sind jedoch mit einem weichem Netzgewebe hinterlegt und so wird die Jacke beim öffnen der Taschen noch luftiger, als sie ohnehin schon ist. Die dritte Tasche ist eine Brusttasche und damit immer Nutzbar. Alle Reisverschlüsse verschwinden in geschlossenem Zustand unter einer Abdeckung aus Stoff.

Der Kragen der „Patagonia – Men`s Simple Guide Jacket“ ist mit einem weichen Fleece hinterlegt, was dem Tragekomfort sehr zugute kommt.

Der Reisverschluss der Jacke ist mit einem schmalen Band aus Softshellmaterial hinterlegt um im geschlossenen Zustand Kältebrücken um den Reisverschluss herum zu vermeiden.

Im Saum der Jacke befindet sich ein Kordelzug zum einstellen der Weite und die Ärmel lassen sich am Handgelenk mit einem Klett in der Weite regulieren.


 

Die Jacke im Einsatz

Bisher habe ich die Jacke vor allem beim klettern und bei der Arbeit im Hochseilgarten testen können und dabei hat sie sich bisher gut geschlagen. Die Jacke ist winddicht und auch leichten Nieselregen hält sie sehr gut über längere Zeit ab, sodas man nicht sofort nach der Hardshell greifen muss.

Auf der einen Seite hält einen die Jacke bei geringer Aktivität warm, aber durch das dünne Material ist sie luftig genug um zu verhindern, dass man bei anstrengenden Aktivitäten überhitzt. Auch die Robustheit des Materials hat mich bisher überzeugt und die „Patagonia – Men`s Simple Guide Jacket“ hat bisher jeden, zum Teil auch sehr unsanften Felskontakt gut und unbeschadet weggesteckt.

 

 

 

Hier nochmal alle Bilder im Überblick

Eine Woche in den Ötztaler Alpen

Veröffentlicht in Unterwegs mit den Tags , , , , , am 2. Juli 2011 von mrsunrise

Tag 1 – Anreise

Nach der Cocktailparty gestern abend fällt es mir heute richtig schwer um 5:30 aus dem Bett zu kommen, aber der Gedanke heute nachmittag wieder in den Bergen zu sein ist Motivation genug!

Schnell ist die ganze Ausrüstung im Auto verstaut und der heiße Kaffee hält meine Augen offen. Kurz nach sechs komme ich dann los und hole Katrin ab und dann kann es auch schon losgehen in Richtung Berge – endlich wieder, die ersten Hochtouren für dieses Jahr!

Leider wird das Wetter schlechter, je weiter wir nach Süden kommen und im Talschluss des Pitztales in Mittelberg steigen wir am späten Nachmittag im strömenden Regen aus dem Auto. Was für ein Start, aber jammern hilft ja nichts und so packen wir unsere Rucksäcke fertig, hüllen uns in unsere Regenklamotten und beladen wie zwei Packesel beginnen wir den Aufstieg zum Taschachhaus – unserem Stützpunkt für die kommende Woche.

Der Rucksack eines Packesels

Die ersten Meter vom Pfad führen dur tiefen Morast und dann geht der Weg in einen langweiligen, sich schier ins endlos ziehenden Fahrweg über, der erst bei der Talstation der Materialseilbahn endet. Ab hier beginnt ein Bergpfad, der schnell an Höhe gewinnt. Auch der Regen hört hier auf und geht in dichten Schneefall über. Am Taschachhaus angekommen stehen wir fast Knöcheltief im Neuschnee – das verspricht ja super Bedingungen für die nächsten Tage.

Tag 2

Da wir für heute nur eine recht kurze Tour zum eingehen auf den Pitztaler Urkund geplant haben, müssen wir nicht so sehr früh aufstehen. Nachdem schlechten Wetter von gestern sind wir etwas überrascht, dass heute morgen doch tatsächlich die Sonne durch das kleine Fenster auf unser Lager scheint.

Nach dem doch recht späten Frühstück kommen wir dann doch noch los. In der Sonne ist das meiste vom gestrigen Neuschnee um die Hütte herum schon geschmolzen.

Auf dem Weg zu Grat zwischen Urkundkopf und Pitztaler Urkund müssen wir eine Menge an tiefen Schneefeldern queren, in denen einige DAV-Übungsgruppen dabei sind das stürzen und bremsen im Firn zu üben – als Zuschauer sieht das ganze teils doch recht amüsant aus!

Nach einiger Blockkletterei stehen wir im Sattel unterhalb des Urkund und machen in der Sonnne erstmal eine kurze Pause. Von hier oben kann man sehr gut erkennen, wie die Bedingungen an den geplanten Nordwänden einzuschätzen sind – an fast allen umliegenden Bergen reiht sich Lawinenkegel an Lawinenkegel und ständig hört und sieht man weitere Schneemassen die Hänger runterrauschen!

Frisch gestärkt machen wir uns an den weiteren Aufstieg und folgen dabei ständig dem Blockgrat, wobei wir die hier noch vereinzelten Wechten umgehen.  Kurz vor dem letzten Aufschwung zum Gipfel beschließen wir jedoch umzukehren, da die Westflanke des Berges stark lawinengefährdet ist und die Ostflanke ist glatt und abweisend. Die von Süden her heraufziehenden dunklen Wolken erleichtern uns die Entscheidung außerdem. Wir drehen also um und steigen den Blockgrat wieder hinab und von dort nutzen wir für einen zügigen Abstieg alle sich bietenden Schneefelder. In Regenklamotten gehüllt rodelt es sich so richtig großartig die Hänge hinunter und wir haben einen riesen Spaß!

Als wir am Nachmittag wieder auf der Hütte sind ist der Pitztaler Urkund wieder in dichte Wolken gehüllt – wir hätten also vermutlich keine Aussicht vom Gipfel gehabt. Abends erfahren wir, dass keine einzige der vom Taschachhaus aus aufgebrochenen Seilschaftten Gipfelglück hatte. Alle haben sich durch tiefen Schnee kämpfen müssen und spätestens am Einstieg in die Wände umgedreht.

Tag 3

Der Tag beginnt genauso wie angekündigt – mit Regen!

Wozu also früh aufstehen? Aufgrund des Wetters und der ohnehin schlechten Bedingungen für die geplanten Touren kann man ohnehin nicht viel machen ausser einen entspannten Tag auf der Hütte zu verbringen.

Nachdem wir also gemütlich ausgeschlafen und gefrühstückt haben gehen wir ersteinmal in die hütteneigene Kletterhalle – klein aber dennoch ganz nett. Auf Socken steigen wir jeder schnell mal eine Route vor und ziehen es dann doch vor, uns in die Stube zu setzen. Dort machen wir uns anhand der Karte ein paar Gedanken über Touren, welche hier in den nächsten Tagen doch noch machbar sein könnten – leider sieht es nicht so rosig aus.

Als am späten Nachmittag der Regen nachlässt und die Wolken ein wenig aufreißen packen wir schnell ein wenig Ausrüstung ein und machen uns auf den Weg zu einem Gletscherbruch des Taschachferners. Dorten bieten sich zwei sehr kurze Eiswände für ein paar Klettereien an. Als Eisklettern kann man das ganze zwar nicht direkt bezeichnen, vielmehr erinnert das ganze an ein rumgestocher in Crushed-Ice – aber immerhin kann ich so meine neuen Petzl Quarks einweihen.

Nachdem wir beide Eiststufen hinaufgeklettert sind ist das Potenzial des Eisbruchs aber leider schon ausgeschöpft und wir machen uns auf den Rückweg zur Hütte.

Tag 4

Der Tag beginnt genau wie der vorherige – mit schlechtem Wetter! Nur unsere Lagernachbarn stören sich nicht daran und brechen trotz Regen früh um fünf Uhr auf!

Wir dagegen schlafen wieder einmal aus und verbringen wieder einen entspannten Tag auf der Hütte.

Wie auch schon gestern lässt der Regen erst am späten Nachmittag nach und frisch gestärkt mit einer riesen Portion Kaiserschmarrn geht es dann dochmal vor die Hütte. In Regenklamottengehüllt geht es los – das Ziel: das steilste Schneefeld zum rodeln finden.

ein längeres und steileres Schneefeld haben wir nicht gefunden

Rodelpiste

Auf dem Weg zum Gletscher starten wir das Rodelvergnügen mit ein paar kürzeren Schneefelder, bis wir das eigentliche Ziel erreicht haben. Da liegt es vor uns – ein etwa 50° steiles Schneefeld. Im tiefen Schnee ist der Aufstieg recht mühevoll und erst als wir oben stehen und einen Blick hinunter werfen fällt die Steilheit so richtig ins Auge. Auf was haben wir uns da eingelassen? Am unteren Rand des Schneefeldes hat inzwischen eine der Übungsgruppen vom DAV mit ein paar Übungen zum eingraben eines T-Ankers begonnen. Ihre Blicke zu uns hinauf zeigen etwas verwirrtes – sie ahnen wohl was wir vorhaben und erklären uns wohl gerade für ziemlich verrückt. Egal – hauptsache das Ganze macht Spaß!

Tag 5

Endlich ist wieder gutes Wetter und so steht der heutigen Tour nichts im Weg. Aufgrund der Bedingungen haben wir nur eine Wandertour zum Wurmtaler Kopf geplant und müssen entsprechend auch nicht so richtig früh los.

Vom Taschachhaus aus folgen wir dem Offenbacher Höhenweg. Wir haben hier zwar keinen Gletscherkontakt, aber etliche mehr als knietiefe Altschneefelder erschweren das vorankommen doch ganz schön. Dennoch brauchen wir eine Stunde weniger als im Führer angegeben und dabei haben wir uns noch nichtmal wirklich beeilt, ganz im Gegenteil, wir haben gebummelt und viele Fotostops eingelegt.

Der 3228m hohe Wurmtaler Kopf ist der erste Gipfel auf dieser Tour – eigentlich unglaublich. Auf dem Gipfel machen wir eine Ausgiebige Pause und genießen die Aussicht. Auch heute sehen wir von den umliegenden Bergen wieder viel Geröll ausbrechen, vor allem aus der Nordflanke der Eiskastenspitze.

Auf dem Rückweg  zur Hütte machen wir noch einen kurzen Abstecher auf den etwa 100m niedrigeren  Ostgipfel und das Vordere Köpfle.  So sind heute ganze drei Gipfel zusammengekommen – an sich ganz gut für ein paar Tage unterwegs, aber leider hat keines der geplanten Ziele geklappt.

Tag 6 – Abstieg

Da heute für die Mittagszeit kräftige Gewitter gemeldet sind, wollen wir heute schon die Tour beenden und wieder ins Tal absteigen.

Beim packen des Rucksacks muss ich leider feststellen, dass irgendjemand im Trockenraum meine Gamaschen geklaut hat – was für ein Ärgernis!

Ansonsten scheint der Rucksack im Laufe der Woche kaum Gewicht verloren zu haben und beim Abstieg ins Tal komme ihc mir wieder vor wie ein Packesel. Beim Abstieg haben wir noch gutes Wetter und im Gegensatz zum Aufstieg kann man heute auch was von der umgebenden Landschaft erkennen.

Der Regen setzt zum Glück erst ein, als wir das in Mittelberg geparkte Auto erreichen.

Hier endet also die Tour – trotz allem eine schöne und witzige Sache und vor allem ein lohnenswertes Ziel für zukünftige Touren, bei hoffentlich besseren Bedingungen!

Hier nochmal alle Bilder…

Die Sonne scheint – der Fels ruft!

Veröffentlicht in Unterwegs mit den Tags , , , , , am 27. April 2011 von mrsunrise

Das grandiose Wetter der letzten Tage hat geradezu danach verlangt zum klettern raus zu gehen!

Was also tun? Ganz klar – das Geraffel zusammenpacken und raus geht`s!

Kelmis

Mittwoch abends ein kurzer Abstecher in den speckigen Steinbruch von Kelmis. Ein paar nette Routen gibt es schon, aber man kennt hier eigentlich schon alles. Großer Pluspunkt von Kelmis – es ist einfach unschlagbar nah an Aachen dran und so lohnt sich auch mal schnell ein abendlicher Besuch von 2 Stunden.

Der Besuch hat sich aber gelohnt, ein paar gute Sachen haben geklappt und dazu gab es anfangs auch noch ganz großes Kino von anderen Kletteren – interessante Versuche eine Exxe in den Haken zu bringen kann man sagen!:D

Ich sollte demnächst auch hier meine Kamera dabei haben!

Ettringen

Freitags wird es dann schon besser – mal wieder steht Ettringen als Ziel fest!

Zeitig am Morgen sind die Sachen gepackt und zu sechst fahren  wir in Aachen los. Heute ist hier zwar deutlich mehr los als bei unserem letzten Besuch, aber es ist immer noch angenehm leer und nicht so überfüllt wie Mittwoch in Kelmis.

Bevor es an den Fels geht wird schnell noch ein Geocache gelogt und dann kann es los gehen.

In den Sektoren Phönix und Kleinod steigen wir in ein paar gemütliche Routen zum Anfang ein und versuchen uns anschließend noch in ein paar netten, schwereren Routen in dwer zur frühen Stunde noch schattigen Ecke.

Nach ein paar schönen klettereien ziehen wir dann am frühen Nachmittag  ins Amphitheater um – ein neuer Versuch in der Mayflower. Da der Sektor aber komplett in der Sonne liegt, verwandel ich mich bereits auf den ersten Metern der Route bis zum ersten Haken in einen Wassertropfen. Zumindest komme ich genauso weit wie beim letzten Versuch, muss das ganze dann aber doch wieder beim Versuch lassen. Wenn es wieder mal was kühler ist wird die Route fallen!

Zum Abschluss des Tages ziehen wir noch mal um – vorbei an der Hölle zur Höllentorwand. Nach dem Sonnenbad gerade ist es hier im Schatten richtig angenehm kühl. Bevor wir hier zum klettern kommen ist allerdings erstmal basteln angesagt – wir spannen eine Highline auf. An einigen Bohrhacken und Friends lässt sich das ganze gut einrichten. Danach bleibt leider nicht mehr ganz so viel Zeit und so kommen nur noch ein paar kurze Klettertouren zusammen, ehe wir wieder alles abbauen und den Heimweg antreten.

Insgesamt haben wir nicht so viel geschafft, aber darum geht es Fels auch nicht unbedingt – der Tag in der Sonne und am Fels ist das Ziel, ein entspannter, chilliger Tag halt!

Mozet

Dienstags ist immer noch super Wetter und heute gibt es mal was ganz neues für mich – endlich mal eines der vielen Klettergebiete Belgiens ausprobieren. Wir sind wieder zu sechst unterwegs und nachdem wir an der Kletterhalle losgefahren sind überlegen wir, wohin wir jetzt genau fahren wollen. Nach kurzer Zeit ist klar, es geht nach Mozet.

Nach einer guten Stunde Fahrt erreichen wir schließlich unser Ziel und im rechten Sektor starten wir in den Klettertag. Feiner Kalk, der zumindest in den leichteren Routen, leider schon etwas speckig istz erwartet uns.

Nach ein paar leichteren Routen zwischen 5c und 6a geht es an die „Merel“, mit 6b sollte sie eigentlich machbar sein, aber sie will mir heute nicht so ganz gelingen.  Zumindest habe ich jetzt einen zusätzlichen Grund wieder hierher zu kommen.

Ein paar Touren später haben wir dann genug für heute und packen unsere Sachen zusammen. Ein richtig schöner, gemütlicher Tag am Fels geht zu Ende. Auf jeden Fall ist das ein sehr lohnenswertes Klettergebiet, welches ich nicht nur aufgrund des neuen Projektes wieder ansteuern werde. Die Bewertungen der Routen sind knackig, aber man soll sich ja nicht nur von Bewertungen, sondern von der schönen Linie leiten lassen!

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.